Oberland Kanal

Der Elbingerkanal/Oberland Kanal mit einer Länge von 82 km ist hinsichtlich der auf ihm seit dem Jahr 1860 funktionierende hydrotechnische Anlagen werden zu den Sensationen im Weltausmaß gezählt.  Der Höhenunterschied der Ebenen des Kanals auf dem Abschnitt von 9,6 km ändert sich um 100 m, die der Schiff auf dem Land mit Hilfe von fünf Neigungsrampen zurücklegt (das sind Schienenanlagen, die mechanisch durch die Kraft des Wassersdurchflusses angetrieben werden).

Historischer Umriss

Dieses Weltklasse-Kunstdenkmal der hydrotechnischen Kunst wurde durch einen niederländischen Ingenieur Jakob Georg Steenke am Anfang des neunzehnten Jahrhunderts am Hof des Friedrich I. und II.  entworfen, um wirtschaftlich auf dem Wasserweg Ostpreußen ("Oberland") mit der Ostsee zu verbinden. Fast 20 wartete er für den Beginn des Baus (1825-1844). Bedeutend kürzer dauerte der Bau selbst, weil es nur acht Jahre war. Ab 1852r zwischen Iława (Eylau) und Elbląg (Elbing)  begann regelmäßig ein Dampfschiff  des Eylauer Schiffseigener "Reederei Kardinalb ", und später auch der Firma "Reederei Matzmor"; (Schraubendampfschiffe "Martha" und "Ernst") zu verkehren. Der Transporteur aus Zalew mit dem Nachnamen Munter verfügte über den Schiff "Ursula".
Der Abschnitt Miłomłyn - Ostróda wurde offiziell erst im Jahr 1860 geöffnet, obwohl das erste Schiff aus Elbing mit dem Kanal na Ostróda schon im Jahr 1856 angekommen ist. Der letzte Abschnitt des Systems von Kanälen von Ostróda bis Stare Jabłonki durch den  Pauzeński-See erst im Jahr 1873 abgenommen wurde.
Fast gleichzeitig erfolgte die Inbetriebnahme im Jahr 1872 der Wettbewerbseisenbahnlinie hat die wirtschaftliche Bedeutung des Kanals vermindert, jedoch ab dem Jahr 1912  hat er ausschließlich dem Transport von Feldfrüchten, Holz und Industrieartikeln gedient.
Außer der Holzflößerei do zum Transport haben auch Barken, die in dem Elbinger Werft "Schichau-Werft" hergestellt wurden sowie die Schiffe des  „Wasserbauamtes": Dampfschiffe "Steenke", "Röthloff" sowie Motorschlepper "Osterode". Mit den Schiffen  fuhr der spätere Schiffeiegner (geboren im Jahr 1888 in Siemianz) Adolf Tetzlaff. Sein Schiffsfahrtunternehmen "Schiffs - Reederei Adolf Tetzlaff" hat neben dem wirtschaftlichen Transportes auch touristische Fahrten mir einem Motorboot  "Seerose" in die Wege geleitet. Bis zum Jahr 1927  hat sich die Touristikflotte von Tetzlaff um das Schiff "Herta"(1914) und ein Ausflugsboot "Heini" (1925)  bereichert. Nach dem Jahr 1927 hat der Schiff "Konrad", der in Elbinger Werft gebaut wurde, hat mit regulären touristische Fahrten Ostróda-Elbląg begonnen.

Mir der Organisation von Kreuzfahrten beschäftigte sich in den Dreißigern Jahren das   touristische "Verkehrsbüro" in Ostróda. In Elbing  touristische Schifffahrt haben zwei Büros angeboten, die durch  Wenzel und Harwardt geführt wurden sowie ein Verein aus  Królewiec (Königsberg) unter dem Namen "Landesverkehrverband Ost-u. Westpreußen e. V". Das Unternehmen von A. Tetzlaff funktionierte bis zum Ende 1944. Die Kriegshandlungen 1945 r haben ernsthafte technische Beschädigungen des Kanals verursacht.
Aus der Initiative von Zygmunt Mianowicz und mit Hilfe von A. Tetzlaff wurde im Jahr 1948 wieder der Kanal passierbar gemacht, und der Danziger Schifffahrt regelmäßige touristischen Schifffahrten die Kreuzfahrten wieder aufgenommen hat.
In den Jahren 2013-2014 wurde der Kanal samt Rampen und Schleusen gründlich renoviert - unter anderem wurde das Flussbett entschlammt, Ufer verstärkt und historische, technische Elemente restauriert.

Einzigartige Natur- und Landschaftsvorteile des Kanals und seiner Umgebung werden jährlich durch Tausende von Touristen, Passagieren der Ausflugs-Schifffahrt und von individuellen Wassersportlern bewundert.  Trotz so großer Menge von Schiffeigenen bedroht der Eingriff des Menschen in die Natur die Koexistenz von Tausenden Gattungen der Flora und Fauna nicht, weil es viele Naturschutzgebiete, Landschaftsparks und erwähnte Gebiete der geschützten Landschaft gibt. Das Kennenlernen des hier vorhandenen Reichtums der Natur und das Empfinden von ästhetischen Eindrücken  ist besonders während ruhiger Kreuzfahrten durch den Kanal, der Spaziergängen und Fahrradfahrten möglich, zu denen immer mehr zahlreiche Wanderwege in dieser Umgebung anregen.

Kreuzfahrten auf dem Oberland Kanal:

Żegluga Ostródzko-Elbląska- Osterode-Elbinger-Schifffahrt, Wodna-Straße 1b, Tel.: 55 232 43 07, www.zegluga.com.pl
Cyranka-Schiff, Tel.: 89 646 42 61 , www.statki.ostroda.pl